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Eine Woche, die verbindet: Schüleraustausch in Poznań 2026

Im April 2026 fand erneut der Schüleraustausch zwischen unserer Schule und unserer langjährigen Partnerschule in Poznań (Polen) statt – ein Projekt, das weit über einen reinen Schulbesuch hinausgeht und eine unvergessliche Erfahrung ist. Eine Gruppe von 10 Schülerinnen und Schülern machte sich gemeinsam mit Herrn Barber und Frau Gunzelmann auf den Weg. Nach einer Zugfahrt wurde die Gruppe bei der verspäteten Ankunft am Bahnhof herzlich von ihren Austauschpartnern empfangen. Schon in den ersten Momenten wurde deutlich, wie offen und warmherzig die Begegnungen verlaufen würden.

Die Unterbringung in den Gastfamilien ermöglichte es den Jugendlichen, den Alltag in einem anderen Land unmittelbar mitzuerleben. „Wir haben uns in unseren Gastfamilien sehr wohlgefühlt und wurden freundlich und warm aufgenommen“, berichtet ein Schüler im Nachhinein.

Der offizielle Programmauftakt an der Schule in Poznań begann mit einem gemeinsamen Frühstück mit polnischen Spezialitäten und einigen Kennenlernspielen. Schnell entstanden Gespräche und eine spürbare Vertrautheit innerhalb der Gruppe. Bei einer anschließenden, interaktiv gestalteten Stadtführung durch die historische Altstadt sowie beim Besuch des Croissant-Museums konnten die Schülerinnen und Schüler die Stadt nicht nur kennenlernen, sondern auch ein Stück polnischer Kultur und Kulinarik erleben.

Ein besonders prägender Teil des Austauschs war die Auseinandersetzung mit der gemeinsamen Geschichte. In vorbereitenden Workshops und beim Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Fort VII setzten sich die Jugendlichen intensiv mit den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs auseinander. Die Eindrücke vor Ort wirkten lange nach. „Das war sehr bewegend und hat uns zum Nachdenken gebracht“, fasste ein Schüler seine Erfahrung zusammen.

Neben diesen inhaltlich anspruchsvollen Programmpunkten spielte auch das gemeinsame Erleben eine zentrale Rolle. Bei Team-Building-Spielen im Hochseilgarten wuchs die Gruppe immer enger zusammen. Besonders der Tagesausflug nach Wrocław blieb vielen in Erinnerung: Neben einer Stadtführung und dem Besuch des Museums der Illusionen bot sich auch Zeit, die Stadt selbstständig zu erkunden. „Wir haben so viel erlebt – Kultur, Geschichte, aber auch einfach Spaß zusammen“, so ein Teilnehmer.

Was diesen Austausch so besonders machte, waren die vielen kleinen Erlebnisse außerhalb des offiziellen Programms: „Es war etwas Besonderes, dass wir uns jeden Tag als Gruppe getroffen haben – niemand war allein. Zum Beispiel waren wir im Park, Kaffee trinken oder haben einfach geredet und Spiele gespielt.“, erinnert sich ein Schüler.

Auch wenn das abwechslungsreiche Programm mitunter anstrengend war – „man war abends oft sehr müde, weil wir so viel unterwegs waren“ – überwog bei allen die Begeisterung. Am Ende der Woche fiel der Abschied entsprechend schwer. Beim gemeinsamen Abschiedsessen und der Verabschiedung am Bahnhof wurde deutlich, wie eng die Gruppe in dieser kurzen Zeit zusammengewachsen war.

Der Schüleraustausch mit Poznań ist damit weit mehr als eine schulische Veranstaltung: Er schafft Begegnungen, baut Brücken zwischen Kulturen und hinterlässt Erinnerungen. „Das war ein einzigartiges Erlebnis – wir haben Freunde gewinnen können. Wir haben eine neue Kultur entdeckt und sind einer neuen Sprache nähergekommen“, fassen die Schüler zusammen.

Anna Gunzelmann

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