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Die Berufliche Oberschule in der KUFA Bamberg

Icebreaker – Depression im Jugendalter 

Vier Theateraufführungen der ganz besonderen Art fanden am 26. und 27. Januar 2023 in der Kulturfabrik Bamberg statt. Neun Schüler*innen aus verschiedenen Klassen der Beruflichen Oberschule Bamberg bereiteten das Thema “Depression im Jugendalter” spielerisch auf. Als Drehbuchautor und Regisseur fungierte der Theaterpädagoge Jean-Francois Drozak, dem es auf hervorragende Weise gelang, die Schüler*innen anzuleiten und zu eigener kreativer Ausgestaltung ihrer jeweiligen Rolle zu motivieren. 

Schirmherren waren der Bayerische Kultusminister Dr. Michael Piazolo und der Bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek, Initiatorin war die AOK-Bayern.
“Stell Dir vor, Du bist für 60 Minuten Psychiater und darfst diagnostizieren.” Beim Theaterstück „Icebreaker“ wurde das gesamte Publikum zum Facharztkollektiv. Welche der Figuren auf der Bühne war an einer ernsthaften Depression erkrankt, und welche war einfach nur “schlecht drauf”? Dieser Frage sollte das Publikum von Anfang an anhand einer Checkliste nachgehen.

In nur vier Tagen wurde das Stück mit den Schüler*innen eingeprobt. Da das Publikum während der Aufführung immer wieder aufgefordert wurde, Stellung zu dem auf der Bühne Dargebotenen zu nehmen und sich damit auseinanderzusetzen, erreichte man in dieser einen Schulwoche auch alle zuschauenden Schüler*innen, Lehrkräfte und Gäste.

Ziele des Stückes:

Die Zuschauer sollten erkennen, dass sich psychische Erkrankungen oft schleichend und zunächst unbemerkt entwickeln können. Sie lernten Verdachtsmomente einer beginnenden oder vorhandenen Depression zu erkennen und diese anzusprechen. Vor allem aber erkannten sie, dass Depression eine heilbare Krankheit ist.
Durch theaterpädagogisches Erleben fanden die Zuschauer*innen einen neuen Zugang zu der Erkrankung Depression und zu der Problematik der in der Familie Beteiligten, besonders die der Geschwisterkinder.
Die interaktive und dadurch sehr intensive und persönliche Auseinandersetzung nahm der Krankheit das Fremde und schaffte Verständnis für Erkrankte und ihr direktes Umfeld.

Die Schauspieler*innen entwickelten im Laufe dieser Projektwoche ungeahnte Ausdruckskraft und schauspielerische Souveränität. Das Stück beeindruckte die Beteiligten nachhaltig und regte sie zum Nachdenken und Austausch an. 

Elke Heppt

 

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